Ziele

Wozu verlinken?
Das Verlinken in Dokumenten bietet einen wesentlichen Vorteil: es erlaubt einen dynamischen Textaufbau, der an einen individuellen Informationsbedarf angepaßt werden kann. Ein Text wird zwar nur einmal angelegt, man hat aber nun die Möglichkeit, ihn mit Hilfe unterschiedlicher Linkstrategien mit verschiedenen zusätzlichen Inhalten zu versehen. Dadurch wird auch ein redundanzärmerer, modularer Textaufbau unterstützt, da einmal angelegte Textbausteine durch Verlinken in unterschiedlichen Dokumenten wieder benutzt werden können.
Das Verlinken erlaubt auch, Textkomponenten mit externen Informationsquellen (zum Beispiel im Web) in Verbindung zu setzen, die ähnliche oder weiterführende Inhalte besser oder ausführlicher beschreiben. Eine gute Verlinkungsstrategie bietet also dem Informationsanbieter die Möglichkeit eines effizienten Dokumentenaufbaus und einer vereinfachten Aktualisierung der Inhalte. Aber auch der Anwender profitiert von einer guten Verweisstrategie: Er kann sich besser im gesamten Informationsangebot zurechtfinden, da eine klassifizierte Verlinkung die Navigation in der großen Menge von verfügbaren Dokumenten wesentlich vereinfachen kann.

Linkbeziehungen
Es können innerhalb von Dokumenten verschiedene Inhalte miteinander verlinkt werden, so zum Beispiel zwischen Synonymen mit unterschiedlicher Erklärungskraft (z.B. Abk. und Langform: "GmbH" und "Gesellschaft mit begrenzter Haftung") oder zwischen Begriffen, die in bestimmten semantischen Relationen (Info über Teile, Ganzheiten und Nachbarn) stehen, wie die folgenden Beispiele zeigen:

1.Hyponym <-> Superonym (z.B. "Pferd" und "Tier")
2.Hyponym <-> Kohyponym (z.B. "Pferd" und "Katze")
3.Ganzes <-> Teil (z.B. "Atlas und Karte")
4.Teil <-> Teil (z.B. benachbarte Seiten einer Landkarte)

Diese Beispiele zeigen auch die Rolle, die das Hyperlinken für die Bildung eines sogenannten "Semantischen Netzes" spielen kann.

Es kann auch auf Informationsdienste außerhalb des Dokuments verwiesen werden, wobei meistens nur eine Beziehung zwischen einem Term oder Ausdruck im Quelldokument und einem kompletten Webdokument erstellt wird, obwohl es die (deutlich aufwendigere) Möglichkeit gibt zu einem Ziel innerhalb eines Dokumentes zu verlinken.

Verlinkungstypen
Es sind auch verschiedene Typen von Verlinkungen möglich: Bekommt man beim Klicken auf dem Hyperlink etwas gezeigt oder wird eine Aktion angestoßen? Mit welchem Datentyp wird man verlinkt (Bild, Text, Video, Audio, ...)? Auf welchen Inhalt wird verlinkt? Dies sind einige der Parameter, die beim Hyperlinken eine Rolle spielen und die dem Anwender zur Auswahl stehen.
Damit diese Auswahl nicht als zusätzliche Last bei der Informationssuche betrachtet wird, ist es sinnvoll die Hyperlinks zu typisieren, da typisierte Links gleich an der Verlinkungsquelle zeigen können, was die Linkausführung
bringt und womit die Entscheidung erleichtert wird, ob man einem Hyperlink folgen möchte. Dies zeigt sich besonders dann, wenn an einer Quelle mehrere Ziele angesprochen oder zur Auswahl angeboten werden und es zu einer Zumutung für den Anwender werden kann, wenn mehrere Links erst "ausprobiert" werden müssen, bevor die erwünschte weiterführende Information erreicht ist. Diese ergonomischen Aspekte sind sehr wichtig, um eine Akzeptanz beim Anwender zu finden: Der Vorgang beim Hyperlinken muß nach für den Leser verständlichen Kriterien erfolgen und die zu erwartenden Verweisziele müssen daher nach einem einsehbaren allgemeinen Prinzip organisiert werden.
Der Informationsanbieter hat als zusätzliche Parameter auch die Möglichkeit, die Textpositionen einzuschränken, auf die ein Verweis zeigen kann. (z.B. nur oder bevorzugt in Überschriften). Und für Verweisquellen kann gefordert werden, dass sie mindestens eine gewisse Anzahl von Wörtern / Absätzen voneinander getrennt sein müssen (Dichtebegrenzung).